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Es war einmal…eine kleingartenfreundliche Stadt Kiel :(

…eine versuchte Chronologie der Zusammenhänge jüngster Ereignisse

Es war einmal…eine Stadt mit einem intakten Grüngürtel…ein Grün-Gürtel der sich auch so nennen durfte, da er die gesamte Stadt durchzog und umschloss wie ein grünes Band. Anfangs die Grundlage zur Ernährung und Erholung im urbanen Nahbereich sicherstellte und im Lauf der Zeit immer mehr auch zum Refugium für Artenvielfalt sowohl der Flora als auch der Fauna wurde. „Es war einmal…eine kleingartenfreundliche Stadt Kiel :(“ weiterlesen

Miteinander reden…

…sagte schon Herr Schulz von Thun…

…seines Zeichens deutscher Psychologe und Erfinder des  Vier-Seiten-Modells

was hat nun ein Psychologe mit der derzeitig recht hitzig  und überregional geführten Debatte um Ausländeranteile und angekündigte angebliche Aufnahmestopps in  deutschen Kleingärten zu tun?…mehr als man annehmen mag, so schwant mir … „Miteinander reden…“ weiterlesen

Kleingärten…ihr Ruf eilt ihnen voran…

Bei der Debatte um Wohnungsnot in Städten werden immer wieder auch die Bebauungs-Möglichkeiten von Kleingartenanlagen diskutiert. Die Kleingärtner selbst versuchen sich mit mehr oder minder überzeugenden Argumenten für die Unabdingbarkeit des Erhalts der Kleingärten dagegen zu wehren.

Meist verahallt ihre Stimme leise, von der breiten Öffentlichkeit wenig wahrgenommen oder gar geringschätzig als Rechtfertigung heutzutage überflüssigen,  grenzenlosen Spiessertums abgetan.

 

https://www.tagesspiegel.de/berlin/wohnungsbau-in-berlin-viele-kleingaertner-leben-im-vorgestern/22667100.html

…zum Thema Leerstand in Kleingartenanlagen

„Kleingartenverein will Flächen an die Stadt zurückgeben“

…Zusammenhänge zum Thema Leerstand.

Gartenweg einer Kleingartenanlage
Hoher Leerstand kennzeichnet auch manche Kieler Kleingartenanlagen

Man hört es in den letzten Jahren immer öfters: Die Vereine haben finanziell schwer zu kämpfen, der zunehmende Leerstand tut dazu das Seine. Statt kleingärtnerischem Idyll herrscht in vielen Vereinen Frust und Bedenken bezüglich der Weiterexistenz der Anlagen in der bisher gewohnten Form.

Aktuell erschien in den Lübecker Nachrichten ein Artikel dazu der die Problematik auf den Punkt bringt:  Kleingartenverein will Flächen an die Stadt zurückgeben

Diese Ausgangslage haben wir auch hier in Kiel in manchen Vereinen. Auch hier wurde die Idee der Rückgabe von Flächen   diskutiert , ist bisher aber meist am Mitgliedervotum wie auch an der Stadt selbst gescheitert, die Teilflächen nicht zurücknehmen wollten. Womit das ursächliche Problem ja aber nicht aus der Welt ist.

Meist ist die Leerstandsproblematik von Stadtteil zu Stadtteil und von Koppel zu Koppel unterschiedlich. Das liegt zum einen an unterschiedlicher Attraktivität bezüglich der Erreichbarkeit der Anlagen von angrenzenden Stadtteilen aus, aber ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Grund scheint das Bundeskleingartengesetz in seiner jetzigen Form bzw die Gartenordnungen der Städte zu sein, die sich am BKleinG orientieren.

Heutigen Interessenten an einem Kleingarten, gerade auch Familien mit Kindern, Alleinstehenden, Interessentengruppen wie beispielsweise Studenten ist häufig der Erholungswert, experimentelle ökologische  Freiräume und konzeptuelle Mitgestaltungsmöglichkeiten wichtiger und  auch ausschlaggebend für die Pachtentscheidung als die Grundlagen, die das BKleinG schafft.

Somit sind die Vereine also rechtlich an Vorlagen gebunden die es ihnen verunmöglichen, sich an veränderten Bedürfnissen möglicher Nachfolgegenerationen auszurichten.

Soll der Erholungswert wie auch der ökologische Nutzen der Kleingartenanlagen im urbanen Raum erhalten bleiben wird man langfristig  nicht umhinkommen, diese Zusammenhänge auch in den Vorstands-Etagen der Vereine und Verbände  zu diskutieren.

Ein breites Bündnis für Änderungen im BKleinG im Sinne von Annäherung an veränderte Bedarfe gibt es derzeit dort noch nicht, obwohl vermehrt Stimmen in diese Richtung laut werden.

Für einen Erhalt der bestehenden Kleingartenanlagen wird man verbandsseitig ein wenig weiter über den üblichen Gartenzaun-Horizont hinausdenken müssen als bisher.

Die Flächenrückgabe mag als mögliche Lösung für angeschlagene Vereine kurzfristig attraktiv erscheinen, langfristig ist sie es für das Kleingartenwesen als Ganzes nicht.

 

 

Ein gutes Jahr 2018 wünscht euch Gartenfreunde-Kiel

 

Heute neigt sich das Jahr 2017 dem Ende zu.
Ihr werdet den Übergang sehr unterschiedlich feiern, manche laut, manche leise, andere eventuell sogar gar nicht. Manche mit wehmütigen, andere mit schönen Erinnerungen.
Ich wünsche mir sehr, das ihr Alle Hoffnung in euch verspührt, Hoffnung auf ein gutes neues Garten-Jahr 2018, Lust auf eine gute neue Saison, Hoffnung auf guten Ernte-Ertrag, auch im Sinne einer für die Kleingärtner fruchtbaren Entwicklung mit der Stadt Kiel.
In diesem Sinne euch allen einen guten Jahreswechsel und einen fruchtbaren Start in das neue Jahr


Lieben Gruß, Christiane von Gartenfreunde-Kiel